Diskurse – Perspektiven – Paradigmenwechsel Dirk Schubert
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355 Seiten
Nach der beklagten "Krise der Stadt" ist derzeit vielfach von einer "Renaissance der Stadt" die Rede. Jane Jacobs gilt in diesem Zusammenhang in Nordamerika als bedeutende Kämpferin für Stadt und urbanes Leben sowie als Ikone der "Stadtplanung von unten". Ihr 1961 erschienener Erstling Tod und Leben großer amerikanischer Städte ist nach wie vor aktuell, in Neuauflagen erhältlich und inzwischen in viele Sprachen übersetzt worden. Auch hat ihr Widerstand gegen städtebauliche Großprojekte in New York und Toronto sie zu einem "Urban Guru" werden lassen. Bereits zur Zeit des Kalten Krieges, der Stadtflucht und Suburbanisierung proklamierte sie städtische Vielfalt, Nutzungsmischung, kompakte Stadt, Partizipation und behutsame Stadterneuerung.Der Verfasser kontextualisiert Jacobs' Arbeiten, reflektiert ihre querdenkerischen späteren Bücher und analysiert die Wirkungsmacht, die sie entfalteten und die in einen transatlantischen Paradigmenwechsel der Stadtplanung und Stadterneuerung mündete. Die Auseinandersetzung mit dem Werk "der bedeutendsten Publizistin zum Thema Stadt" erschließt ein ertragreiches Forschungsfeld und eröffnet zudem neue Perspektiven auf die Zukunft der Stadt.
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