Architekturlehre zur Zeit von Gottfried Semper (1855–1871) Martin Tschanz
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340 Seiten, 159 Abbildungen
Die 1855 gegründete Bauschule am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich, Vorläuferin des heutigen Departements Architektur der ETH, prägte das moderne Berufsbild des Architekten wegweisend: Unter der Leitung von Gottfried Semper wurden Elemente der akademischen Ausbildungstradition in die grundsätzlich polytechnisch orientierte Schule integriert. So bildete sich eine Lehre heraus, die wissenschaftliche, künstlerische und technische Aspekte in sich vereinigt. Die Relevanz der einzelnen Fächer und deren Bezug zum zentralen Unterricht im Architekturatelier waren damals nicht weniger umstritten als heute. Die «technische Richtung», vor allem von dem Architekten Ernst Gladbach vertreten, hatte bald nicht mehr jenes Gewicht, das ihr ursprünglich zugedacht gewesen war. Sie blieb jedoch der zweite Pol der Ausbildung, der den künstlerischen ergänzte.Wie Gottfried Semper sein Fach verstand, demonstrierte er nicht zuletzt mit seinem 1859 bis 1864 erbauten Hochschulgebäude in Zürich, in dem er die Architektur als integrierende, zwischen den unterschiedlichen Kulturen und Disziplinen vermittelnde Kunst manifest werden liess.
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